Die JFS lebt wie kaum etwas anderes in diesem Forum von der Aktivität der Community.

“Berufsbild”
Zunächst einmal ganz grundlegend: Tutor zu sein ist eine freiwillige Aufgabe. Jeder macht so viel, wie er kann und Lust dazu hat. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.
Offensichtlich sind die Tutoren die Lehrer bei allen Schulungen. Sie vermitteln den Theorie-Stoff, führen die Übungen vor und korrigieren die Übungen der Schüler. Sie beantworten (nach Möglichkeit) auch Fragen. Wenn ein Tutor etwas nicht weiß, kein Problem: Dafür ist dieses Forum da.
Darüber hinaus sind die Tutoren auch für die Inhalte verantwortlich, soll heißen: Sie entwickeln den Stoff selbst. Auch dies ist freiwillige Arbeit, denn sie ist SEHR zeitaufwändig. Auf der anderen Seite ist ein Großteil der Entwicklungsarbeit mittlerweile abgeschlossen, deshalb ist dieser Punkt nicht mehr so wichtig.
Wie wird man Tutor?
Zunächst einmal sollte man das eine oder andere Modul der Jagdfliegerschule besucht haben, um zu wissen, was man da eigentlich werden will.
Wenn weiterhin Interesse besteht, solltet ihr einen Tutor kontaktieren, hier bietet sich natürlich der an, bei dem ihr eure Module absolviert habt.
Ist der Kontakt geknüpft, geht es relativ zügig:
Ihr werdet zunächst als Zaun-Gast zu ein oder zwei weiteren Modulen eingeladen, bei denen ihr erst einmal nur zuhört und -schaut. Dadurch habt ihr Gelegenheit euch auf den Tutor zu konzentrieren: Was sagt er? Wie erklärt er den Stoff? Wie beantwortet er Fragen? Was muß er alles tun? Wie geht er mit den Schülern um? Es lohnt sich, dabei Papier & Stift bereit zu halten und sich Kleinigkeiten zu notieren, dadurch hat man später einen Aufhänger für die Erinnerungen.
Parallel dazu werdet ihr mit unserem Theorie-Material vertraut gemacht. Wichtig ist hier die Kommunikation, so daß keine Fragen offen bleiben.
Als nächstes werdet ihr dann selbst Module durchführen, natürlich unter Aufsicht und mit der Unterstützung eines erfahrenen Tutors. Das klingt zwar jetzt ein bißchen nach dem Sprung in’s kalte Wasser, aber nur so lernt ihr die Praxis wirklich kennen. Außerdem ist der zweite Tutor immer zur Stelle, wenn’s hakt und die Schüler werden garantiert nicht meckern.
Schließlich ist das alles hier immer noch von Freiwilligen für Freiwillige.
Sobald ihr selbst euch fit genug fühlt, werdet ihr im Alleingang auf die Schüler losgelassen. Von nun an seid ihr selbst Tutoren. 
Anforderungen
Was muß man mitbringen, um Tutor zu sein?
Vor allem Zeit & Lust. Ein neuer Tutor nutzt uns nicht viel, wenn er nur ein Modul alle zwei Monate anbieten kann, oder nach zwei Wochen keine Lust mehr hat. Ihr solltet euch also schon etwas genauer überlegen, ob ihr das wirklich wollt.
Das heißt jetzt aber nicht, daß wir eine Mindestaktivität fordern! Ihr selbst entscheidet, wann ihr Module einstellt oder zusätzliches Material erarbeitet.
Außerdem ist eure soziale Ader gefordert: Ihr werdet manchmal in Situationen kommen, bei denen eure Geduld strapaziert wird. Richtet euch darauf ein, daß nichts was ihr für selbstverständlich haltet auch für andere selbstverständlich ist. Zum Beispiel wenn der Schüler zum fünften Mal eine Frage zur Höhenrudertrimmung hat oder zum sechsten Mal beim Rückenflug am Höhenruder zieht, statt zu drücken.
In diesen Situationen solltet ihr, falls er aufkommt, euren Unwillen nicht am Schüler auslassen. Er ist ja schließlich hier, um zu LERNEN. Und dazu gehört, zu fragen und Fehler zu machen.
Ihr müßt also bereit sein, geduldig und nachsichtig mit Leuten umzugehen. Im Gegenzug muß aber auch gesagt werden, daß die Schüler bisher immer hoch motiviert waren und sich alle Mühe geben, es richtig zu machen. Das wird sicher auch in Zukunft so bleiben und dadurch wird es beiden Seiten sehr viel leichter gemacht. 
Zuletzt solltet ihr wenigstens die Grundausbildung absolviert haben, bevor ihr als Tutoren anfangt. Denn ihr sollt den Leuten nachher auch die Übungen vormachen und da ist Flugerfahrung wichtig. (Trotzdem hat bisher noch jeder Tutor mal bei irgendeiner Vorführung herrlich Mist gebaut
)
Auflagen
Ganz ohne Verpflichtungen geht es dann leider doch nicht:
Wenn ihr als JFS-Tutoren schult, müßt ihr auch nach den JFS-Standards schulen.
In der Grundausbildung soll der Wissens- und Fertigkeitenstand zu 90% gleich sein, egal welcher Tutor geschult hat. Das bedeutet, daß ihr euch eng an die Inhalte des Theoriematerials halten müßt.
Ähnliches gilt für die Fortgeschrittenen-Ausbildung. Jedoch ist hier schon mehr Freiraum für Improvisation.
Geht es später in die Spezial-Module, ist nur noch der Rahmen wichtig, z.B. das LOTFE der He-111 bedienen zu können. Das Modul soll nicht dazu führen, daß nachher jeder die He-111 nach Schema F fliegt.
Philosophie
Die Jagdfliegerschule soll ein einheitliches Fundament bei den Schülern legen, auf das sie ihre individuellen Fertigkeiten aufbauen können. Die Standards sind wichtig, aber ihr solltet jederzeit Improvisation willkommen heißen, wenn das Ergebnis nicht schlechter ist als bei unseren Standards.
Denn unsere Verfahren sind mit Sicherheit nicht die Weisheit im Dosenformat! Sie sind darauf optimiert, Anfängern ein paar Tricks an die Hand zu geben, mit denen sie erst mal die Flugphysik überleben. Auch in der Fortgeschrittenen-Ausbildung werden nur Grundlagen gelegt, auf die der Schüler selbständig aufbauen soll.
Denn immer denselben Standards zu folgen heißt, immer gleich zu reagieren. Und das kann im Luftkampf tödlich sein.
Falls ihr noch weiter Fragen habt, HER DAMIT!!! 